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Erste Hilfe-Ausbildung wird praxisnäher!

Rotes Kreuz bietet ab 1. April 2015 neue Lehrgänge an

 

Erste Hilfe-Lehrgänge werden zum 1. April dieses Jahres inhaltlich gestrafft und praxisnaher. Damit sind von diesem Zeitpunkt an für alle Erste Hilfe-Lehrgänge einheitlich neun Unterrichtseinheiten geplant. Sie werden mehr Praxistraining und weniger Theorie bieten.

 

Die Verkürzung der Lehrgangsdauer ist notwendig, um das Erste Hilfe Programm an

didaktische, organisatorische und wirtschaftliche Entwicklungen anzupassen.

 

Die "neue" Erste Hilfe wird definitiv ab dem 01.04.2015 für den betrieblichen Bereich im Rahmen der Unfallverhütungsvorschriften gelten. Damit müssen Betriebe ihre Mitarbeiter nur noch einen statt bisher zwei Tage für die Teilnahme an der Erste Hilfe-Ausbildung freistellen.

 

Die wichtigsten lebensrettenden Maßnahmen sind natürlich auch weiterhin Bestandteil der Ausbildung. Der theoretische Anteil der Kurse wird zu Gunsten der praktischen Ausbildung erheblich gekürzt. Hierbei wird berücksichtigt, dass in der Regel in Deutschland spätestens nach 15 Minuten professionelle Hilfe eintrifft.

 

Mit der Straffung und Orientierung auf Praxisnähe soll die Hemmschwelle für den Besuch einer Erste Hilfe-Ausbildung gesenkt werden.

 

Im Rahmen einer Vereinheitlichung der Erste Hilfe-Ausbildung soll dies auch für den Kurs „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ gelten, den man für den Erwerb des Führerscheins benötigt. Ob das Bundesverkehrsministerium dies jedoch auch bis zum 01.04.2015 umsetzen kann, ist derzeit nicht sicher.

 

Das Rote Kreuz bildet jährlich knapp 5.000 Bremerinnen und Bremer in Erster Hilfe aus; bundesweit liegt die Zahl für das Rote Kreuz bei 1,2 Millionen Menschen jährlich. Das Bremer Rote Kreuz verfügt über 23 ehrenamtliche Ausbilder.

 

Die neuen Erste Hilfe-Lehrgänge sind ab sofort buchbar unter:

www.drk-bremen.de

oder telefonisch unter: 0421 4367012

 

 

Moderator und Sänger Wolfgang Lippert wirbt für das Rote Kreuz in einem Comic als Figur und Stimme für die neuen Inhalte der Erste Hilfe-Ausbildung. Der Comic ist unter www.drk-bremen.de abrufbar.

 

 

Was wird sich konkret in den Lehrgängen ändern:

 

  1. Inhaltliche Entschlackung! Beispiel: Die 5 "W" beim Notruf werden auf 2 begrenzt, da sowieso jeder Disponent in einer Rettungsleitstelle nach Abfrageschema vorgeht, dieses muss sich also nicht der anrufendende Ersthelfer merken.
     

  2. Konzentration auf wenige, lebensrettende Pflichtinhalte

  3. Wandlung der Rolle der Lehrkraft vom Dozenten zum Moderator!
    Erwachsenengerechtes Lernen auf Augenhöhe und Anbinden der Lerninhalte an die vorhandenen Erfahrungen und Kenntnisse der Teilnehmenden.

  4. Veränderung des Hauptziels der Erste Hilfe Ausbildung auf die Entwicklung von Handlungskompetenzen!
    Der bisherige Schwerpunkt der Vermittlung von Fachwissen und dem möglichst exakten reproduzieren von Maßnahmen wird dadurch ersetzt, Hemmungen und Ängste abgebaut.

  5. Mehr Praxis!
    Fallbeispiele, situatives Handlungstraining, Gruppen- und Stationsübung  und mehr visuelle Medien statt theoretischer Belehrung.

 

Lehrgangsinhalte:

 

Verhalten an und Absichern von Unfallstellen

Eigene Sicherheit und Schutzverhalten

Psychische Betreuung

Notruf 112

Retten aus der Gefahrenzone

Stabile Seitenlage

Helmabnahme

Wundversorgung, Blutung stillen

Wiederbelebung

Symptom orientierte Maßnahmen an

- akuten Erkrankungen

- äußeren Verletzungen

- Verletzungen am Kopf / Bewegungsapparat

 

Das Rote Kreuz wird die neuen Lehrgangsinhalte im Rahmen der Messe „mylife“ vom 8. –“ 10. Mai in der Messehalle VII vorstellen.

 

 

 

Weitere Infos

Jochen Thaens

Bereichsleiter Nationale Hilfsgesellschaft

Tel. 0421 4367040

E-Mail: thaens@drk-bremen.de