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Winter-Spendenaktion für ELBA:

Mit Spendenbriefen und öffentlichen Aufrufen bittet das Bremer Rote Kreuz in den kommenden Monaten um Unterstützung für ELBA, ein DRK-Kursprogramm für Eltern und Babys im ersten Lebensjahr.

ELBA wendet sich an Familien, die Probleme haben, den Übergang zur Elternschaft allein zu bewältigen. Im Bremer Roten Kreuz ist ELBA seit 2005 etabliert. Das Kursprogramm finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Ziel ist es, das Kursprogramm in allen Bremer Stadtteilen zu etablieren. 

Spendenkonto:

DRK Kreisverband Bremen

Sparkasse Bremen

Bankleitzahl 29050101

Kontonummer 1104165

Stichwort: ELBA

Online Spende per Lastschrift

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein schon mehr: Das Baby schreit. Was will es bloß? Hat es schon wieder Hunger? Oder Durst? Hat es Schmerzen? Was soll ich bloß tun?  Es gibt junge Eltern, die wissen manchmal nicht weiter. Andere Mütter (auch Väter) wiederum wollen sich einfach mal mit anderen Eltern treffen, die sich in ähnlichen Situationen befinden. Einfach nur, um sich auszutauschen. Zu erfahren, dass man mit seinen alltäglichen Erlebnissen nicht allein auf dieser Welt ist.  Allein diese Gespräche bringen für viele Eltern eine große Erleichterung. Diesen Erfahrungsaustausch, kombiniert mit alltagspraktischer Hilfe, machen wir vom Bremer Roten Kreuz möglich: Mit ELBA, das es nicht nur im Mittelmeer gibt, sondern seit 2005 auch in Bremen.  

Hinter ELBA verbirgt sich eine Abkürzung, die ganz bewusst gewählt worden ist. Sie steht für Eltern und Babys im ersten Lebensjahr. Und wie auf der Urlaubsinsel sollen hier Mütter und Väter mit ihren zwischen 8 Wochen und einem Jahr alten Babys Ruhe und Entspannung finden. Einmal pro Woche treffen sie sich mit ihren Babys zu einem 90minütigen Kurs, der von einer extra dafür ausgebildeten Gruppenleiterin begleitet wird. Unterteilt ist der ganzjährige Kursus in vier Blöcke á zehn Terminen. Pro Block zahlen die Teilnehmer einen Kostenbeitrag von 45 Euro (Normalverdiener), sozial benachteiligte Eltern zahlen nur die Hälfte. Aber damit sind längst nicht alle Kosten gedeckt.

 

In dem Kurs geht es natürlich nicht nur darum, dass die oft gestressten Jung-Eltern sich mal über ihre Erlebnisse, insbesondere ihre Unsicherheiten über Babyernährung, über Entwicklungsfragen, Erlebnisse bei Arztbesuchen und vieles mehr von der Seele reden können. Die Gruppenleiterin zeigt ihnen auch Techniken, wie sie selbst zu Entspannung finden können, wie sie ihre Säuglinge besser verstehen lernen, wie sie die vorhandenen Potenziale ihres Nachwuchses besser fördern können, wie sie eine intensive Beziehung zu ihrem Baby aufbauen können. Ja, sie zeigt ihnen sogar, wie sie ihr Baby massieren und beruhigen können. 

 

Helena Böshans ist eine von drei Gruppenleiterinnen, die derzeit bei uns so einen Kursus geben. Die 31jährige Sozialpädagogin ist sonst in der Familienhilfe tätig, wo sie oft mit ganz anderen Problemen konfrontiert ist. Die Arbeit mit ELBA, mit den Eltern und Babys also, macht ihr deshalb besonders Spaß. Auch deshalb, weil sie von den Eltern meistens eine positive Resonanz bekommt. „Man glaubt gar nicht, wie erleichtert die Eltern darüber sind, dass sie Gleichgesinnte sprechen können. Die sagen sich dann: Den anderen geht es genauso wie mir.“ Ein zweites Motiv für die Eltern - meistens seien leider immer noch die Mütter unter sich - so einen Kursus zu besuchen, sei aber auch, sagt Helena Böshans: „Sie wollen, dass ihre Babys Kontakt zu anderen Babys bekommen.“

 

Damit so einKurs Abwechslung bietet, sowohl für die Eltern als auch die Babys sind diverse Anschaffungen notwendig: Von Pezzi- bis Igelbällen, vom Planschbecken bis zum Plastiktürmespiel, vom Greifring bis zum Gymnastikball, von Airex-Matten bis hin zum Babynestkissen. Das Rote Kreuz hat detailliert ausgerechnet, was so ein Kurs kostet: Exakt 7.398,41 Euro. Wohlgemerkt: Ein Kurs.

 

Doch wir meinen: Das Geld ist gut angelegt. Denn so ein Kurs hilft, einen Grundstein für eine dauerhaft intakte Eltern-Kind-Beziehung zu legen. Und das bedeutet: Wir müssen später nicht mehr eingreifen, wenn Störungen in der Beziehung zu spät erkannt wurden oder Eltern schlicht und einfach mit ihrem Kind überfordert waren.

 

 Aus diesem Grund wollen wir in Bremen noch mehr ELBA Inseln schaffen. Um das Angebot auszubauen, brauchen wir Spenden für die jungen Eltern und ihre Babys  -für einem guten Start in einen neuen Lebensabschnitt.