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Alexandra Kötter

Koordination

Bodelschwinghstr.  4
28217 Bremen


Tel. 0421 38047458
Fax 0421 38047459
Mobil 0178 1970882
koetterdrk-bremen.de

ISE- Maßnahme im familiennahen Kontext

Die von uns betreuten jungen Menschen leben in einer Wohnung zusammen, und bereiten sich auf ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben vor. Die betreuende pädagogische Fachkraft wohnt mit ihrer Familie in nachbarschaftlicher Nähe. Die Betreuerin ist fast täglich anwesend. Die jungen Menschen werden so als Familienmitglieder auf Zeit gesehen. Es gibt regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten, Feiertage werden zusammen verbracht. Aktivitäten und Urlaube sind ebenfalls fester Bestandteil.

Diese intensive, strukturierte und handlungsorientierte Hilfe ist individuell auf die Problemlagen der jungen Menschen zugeschnitten.
Die Jugendlichen sollen in einem entspannten Rahmen mit wenigen Menschen lernen, sich auseinander zu setzen, sich zunehmend schwierigeren Anforderungen zu stellen und diese bewältigen. Dazu gehört es auch, die aus dem Blick verloren gegangenen und nicht auf Anhieb erkennbaren Stärken und Fähigkeiten aufzuspüren und sichtbar werden zu lassen.

So sollen die jungen Menschen realistische Lebensperspektiven finden und bei der Umsetzung begleitet werden. Sie erhalten Zugang zu den Anforderungen des täglichen Lebens und den Alltagskompetenzen - wie dem Umgang mit Geld, Freizeitaktivitäten und einem strukturierten Tagesablauf.

Ein hohes Maß an Zeit und Verbindlichkeit vermittelt den jungen Menschen spürbar, dass andere Menschen Interesse an ihnen haben, dass sie als Person nicht einfach „egal“ sind – wie auch ihr Handeln nicht egal ist.


Zielgruppe:

Aufgenommen werden junge Menschen ab 16 Jahren, die ein überschaubares,  individuelles Setting benötigen und solche, die einer Regelgruppe entwachsen sind, aber noch wesentliche Hilfen zur Verselbständigung sowie starken sozial-emotionalen Rückhalt benötigen.


Pädagogische Zielsetzung:

Unser Ziel ist es, mit den jungen Menschen eine richtungsweisende, reale Lebensperspektive bis hin zur konkreten Berufsfindung zu entwickeln. Wir versuchen ihre Lebensstärken und Fähigkeiten zu erkennen, zu fördern und zu fordern, um ihren eigenen Erfahrungshorizont zu erweitern.


Den jungen Menschen werden eine auf längere Zeit ausgerichtete Lebensform sowie ein Zuhause mit verlässlichen und präsenten Bezugspersonen angeboten. Diese sind bereit, sich mit den Jugendlichen intensiv und konstruktiv auseinanderzusetzen, sie zu begrenzen, wo es pädagogisch sinnvoll und hilfreich ist und sie parallel auf ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben vorzubereiten.

Dazu gehören z.B.:

Tragweite und Konsequenzen des eigenen Handelns realistisch einschätzen können sowie die Verantwortung für das eigene Tun übernehmen lernen
Kritik annehmen und angemessen äußern können
Bedeutung von Regeln, Normen und Werten im Zusammenleben mit anderen erarbeiten und anerkennen.


Methodik:

Wir arbeiten systemisch-lösungsorientiert. Durch ein fast tägliches miteinander Leben und Erleben findet zudem ein modellhaftes Lernen statt, das Perspektivwechsel anbietet und dazu einlädt, neue Sichtweisen zu entwickeln.

Pädagogischer Ansatz:


Respekt, Empathie und Fürsorge, das Aufbauen von Vertrauen und persönlichen Bindungen sowie ein Recht des jungen Menschen, so zu sein, wie er/sie ist, sind Leitlinien unseres Handelns.
Die jungen Menschen werden von uns akzeptiert, so wie sie sich zeigen, aber wir hinterfragen Verhalten und Einsichten und erwirken im positiven Fall Veränderung durch Einsicht.

Bei minderjährigen Jugendlichen ist eine aktive Elternarbeit ein fester, konzeptioneller Bestandteil unserer Arbeit. Sofern volljährige junge Menschen dieses wünschen, ist auch hier Elternarbeit möglich.
Grundsätzlich soll der Kontakt zur Ursprungsfamilie gepflegt und erhalten bleiben. Wenn sich Familie und Kind voneinander entfernen, kann Entfremdung oder Idealisierung eine weitere freie Entwicklung behindern.

Besonders wichtig ist hier das Zusammenspiel von emotionaler Bereitschaft und persönlicher Fachkompetenz der Mitarbeiter*innen. Sie wirken positiv auf die jungen Menschen ein, um so Verhalten im Rahmen von vorgegebenen Möglichkeiten zu ändern und Ressourcen verfügbar zu machen.

Gesetzliche Grundlagen:


SGBVIII §§ 27, 35, 35a, 41