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Wohngruppe Hemelingen "Haus A"

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In unserer koedukativen Wohngruppe leben bis zu 9 Mädchen und Jungen, die rund um die Uhr durch pädagogische Fachkräfte betreut werden.

Gemessen am persönlichen Entwicklungsstand der Jugendlichen arbeiten wir mit ihnen an Themen und Inhalten, die sie als wichtig und für ihr Leben als relevant erleben. Sie sollen in allen Belangen ernst genommen werden - mit den Hoffnungen, Ängsten, Wünschen und Problemen, die sie selber haben, sowie mit den Problemen, die sie anderen bereiten.    
                                          
Wir konfrontieren unsere Jugendlichen mit ihrem Handeln und bringen sie zur Auseinandersetzung mit ihren Lebensthemen und zur Übernahme von Eigenverantwortung. Wir fördern und unterstützen sie in der Wahrnehmung ihrer Stärken und Ressourcen und helfen ihnen, diese umsichtig unter Wahrung eigener und fremder Grenzen einzusetzen.


Zielgruppe:

Dieses Wohngruppenangebot richtet sich an Mädchen und Jungen ab dem 13. Lebensjahr. Angesprochen werden alle Jugendlichen, die nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können. In einem „Kennlerngespräch“ beraten wir, ob die aktuelle Situation der/des Jugendlichen im Kontext der bestehenden Wohngruppe angemessen bearbeitet werden kann.

                                                        
Pädagogische Zielsetzung:

In der Wohngruppe wird die Persönlichkeitsentwicklung unserer Jugendlichen unter Berücksichtigung vorhandener Fähigkeiten und Ressourcen gefördert. Insgesamt sollen sie erlernen zu einem selbstbestimmten Leben in Eigenverantwortung zu gelangen, mit Rücksicht auf die Grenzen ihrer Mitmenschen.

Vermittelt werden soziale Kompetenzen, lebenspraktische Fähigkeiten, Reflexionsvermögen, Orientierung in der Gesellschaft und Entwicklung persönlicher Perspektiven. Sowohl die Sozialraumorientierung als auch die soziale Kontakt- und Bindungsfähigkeit sollen gefördert werden.

                                               
Methodik:

Unser Ansatz ist systemisch-lösungsorientiert und richtet sich jeweils nach dem  individuellen Entwicklungsstand und Leistungsniveau der betreuten Personen. Wir erarbeiten mit den Jugendlichen ihre Ressourcen und entwickeln mit ihnen Handlungsstrategien, wie sie ihre Potentiale abrufen und angemessen umsetzen können.

Für entwicklungsverzögerte junge Menschen ist es besonders wichtig, krankmachende, andauernde Überforderung zu vermeiden. Daher streben wir an, die persönliche Entwicklung behutsam jeweils entsprechend dem eigenen Tempo der Jugendlichen nach und nach zu erweitern.

Je nach ihrer sozialen Kompetenz vermitteln wir ihnen den Umgang in sozialen Konstrukten wie z.B. in Wohngruppe, Schulklasse oder am Arbeitsplatz.  Hierzu spiegeln wir ihr Verhalten durch regelmäßigen, intensiven Austausch, in dem ihre  Handlungsweise emphatisch hinterfragt und analysiert wird.

                                                                                                          
Pädagogischer Ansatz:

Unser Angebot zeichnet sich durch wertschätzende und akzeptierende Haltung aus. Wir arbeiten alltagsorientiert, motivierend, ressourcenaktivierend und zielen auf den Aufbau eines selbständigen, eigenverantwortlichen Verhaltens ab.

Im Rahmen eines Bezugsbetreuer-Systems bieten wir unseren Jugendlichen eine verlässliche, stabile Bindungsebene, auf der sie sich weiterentwickeln können. Dies gilt auch für die mögliche Überleitung in eines unserer Verselbständigungsangebote.

Mit unserem systemischen Ansatz wird das biographische Verstehen der uns anvertrauten Jugendlichen wichtig und führt in der Regel zum intensiven Austausch mit der Herkunftsfamilie.  Auch dabei suchen wir nach Ressourcen, um den jungen Menschen in seiner Identitätsbildung zu unterstützen.

Jugendliche, die aktuell keinen regelmäßigen Schul- oder Arbeitsalltag absolvieren, können bei uns an einem hausinternen „Arbeitsprojekt/Arbeitstraining“ teilnehmen.

Gesetzliche Grundlage:


SGB VIII §§ 27, 34, 35, 35a, 41