NAHlos Wer kämpft, kann verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren!
Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachse aus dem Bremer Westen, die aufgrund von schwierigen Problemlagen noch nicht in der Lage sind, einen Integrationsjob aufzunehmen. Während ihrer Zeit in der dreimonatigen Vorlaufmaßnahme sollen sie durch intensive sozialpädagogische Begleitung und individuelle Förderangebote soweit stabilisiert werden, dass sie im Anschluss den dort gestellten Anforderungen gerecht werden können.
Nicht nur durch persönliche Gespräche, sondern auch in intensiven Kompetenzermittlungsverfahren werden die Stärken- und Schwächenprofile, einschließlich der schulischen Vorkenntnisse, der einzelnen TeilnehmerInnen ermittelt. Auf der Basis all dieser Informationen wird zusammen mit den jeweiligen Jugendlichen ein individueller Förderplan erstellt.
In den ersten Wochen sollen die Jugendlichen wieder lernen, sich an Strukturen und Rahmenbedingungen anzupassen. Der Erwerb von so genannten Primärtugenden und von Sozialkompetenzen steht im Vordergrund. Eine regelmäßige Teilnahme ist das erste Etappenziel des Angebotes. Da für eine kontinuierliche Teilnahme nicht nur die persönliche Beziehung zwischen den MitarbeiterInnen und den einzelnen Jugendlichen, sondern auch zwischen den verschiedenen TeilnehmerInnen förderlich ist, soll gezielt am Gruppenaufbau gearbeitet werden. Dafür werden gezielt gruppendynamische Angebote, einschließlich erlebnispädagogischer Elemente, durchgeführt
Nach der gemeinsamen Eingangsphase werden die TN in drei Kleingruppen eingeteilt und jeweils durch eine/n zuständige/n Sozialpädagogin/en betreut. Neben der Arbeit in thematischen Bereichen (angedacht sind: Ernährungskunde & Kochen, Handwerk & Werkstatt, EDV & Medien) wird in diesen Kleingruppen auch Bewerbungs- und Telefontraining mit Rollenspielen und Feedbackrunden angeboten. Zusätzlich sollen die TN analog der Förderpläne auch an Mathe/Deutsch/PC- und Internet-Qualifizierungsbausteinen teilnehmen. In verschiedenen Lerngruppen werden die Vorkenntnissen, aber auch die Lernmöglichkeiten der TN berücksichtigt.
Der Rahmen und die Basis des gesamten Angebotes bildet das soziale Training, da hier bei den Meisten die grundlegenden Defizite liegen. Die Jugendlichen sollen lernen, sich an gemeinsam verabredete Umgangsformen zu halten, Verantwortung für sich selber und auch für andere zu übernehmen (indem sie z.B. Aufgaben in der Vorbereitung von gemeinsamen Aktivitäten erledigen) und auch frusttoleranter und beständiger insbesondere im Arbeitsprozess werden.



