FAM – FamilienAktivierungsManagement

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DRK-Jugendhilfe-Wohngruppe_das-familiennetz-1024x682 FAM © Syda Productions - fotolia.com
DAS Familiennetz

DAS Familiennetz ist ein Verbund von drei Bremer Jugendhilfeeinrichtungen, die gemeinsam das Ziel verfolgen, Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien im Stadtteil anzubieten.

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FamilienAktivierungsManagement (FAM) ist ein 6-wöchiges Kriseninterventionsprogramm, wenn eine Fremdunterbringung für ein oder mehrere Kinder vermieden werden soll. Tägliche Kontakte, auch am Wochenende, sind möglich. Eine Besonderheit ist die 24-Stunden-Rufbereitschaft der FAM- Mitarbeiter für die Familien. Vertraulichkeit der Gespräche, sowie eine Schweigepflicht sind wichtige Bestandteile unserer Arbeit.

In einem Erstgespräch werden die Ziele der Familienmitglieder und des AfSD für den FAM-Prozess besprochen. Nach drei Wochen erfolgt in einem Zwischengespräch die Zusammenfassung der bisher erreichten Situation. Mögliche neue Ziele werden definiert und notwendige Schritte für weiterführende Hilfen vorbesprochen. In dem Abschlussgespräch/Abschlussbericht werden die Ergebnisse und mögliche Lösungen der Familie erläutert. Erforderliche weiterführende Hilfen werden gemeinsam mit allen Beteiligten besprochen.

Zielgruppe

FAM richtet sich an Familien, die sich aktuell in einer schweren akuten Krise befinden und vor der Frage stehen, ob ein oder mehrere Kinder außerfamiliär untergebracht werden müssen. Dabei steht die Sicherung des Kindeswohls an erster Stelle.

Die Krisen können sich in unterschiedlicher Weise zeigen wie z.B. Gewalt in der Familie, Veränderung der Familienzusammensetzung (durch Trennung/ Scheidung, neue Partner, etc.), Schwierigkeiten der Eltern bei der angemessenen Versorgung oder Förderung ihrer Kinder, starke Überforderungsgefühle der Eltern, problematisches  Verhalten von Kindern und Jugendlichen (z.B. sozial schwieriges Verhalten, Schulverweigerung, Pubertätskrisen), Rückführung eines Kindes und Jugendlichen, psychische Erkrankung oder Suchtverhalten eines Familienmitgliedes etc.

Pädagogische Zielsetzung

Das übergeordnete Ziel ist die Vermeidung von Fremdplatzierung. Es geht um die Befähigung der Familie (Eltern und Kinder), die Problematik ihrer aktuellen Situation zu verstehen und sich ihrer Ressourcen zur Krisenbewältigung bewusst zu werden. Neue Kompetenzen werden gemeinsam entwickelt, damit die Familien in Zukunft eigenverantwortlich und der Situation angemessen handeln können.
Im FAM-Verlauf wird geklärt, ob und welche weiterführenden Hilfen zur Erziehung für die Familien notwendig sind.

Methodik

Die Beteiligung der Betroffenen an der Gestaltung der Hilfe sowie Aufbau und Nutzung eines schon vorhandenen sozialen Netzwerkes stehen genauso im Mittelpunkt der Maßnahme, wie die Erfragung und Umsetzung von eigenen Zielen der einzelnen Familienmitglieder.
Vorrangig arbeiten wir mit folgenden Methoden: Genogrammarbeit, Risiko-Ressourcen-Profil, Kommunikationstraining, Visualisierung, Zielplanverfahren sowie mit Elementen der systemischen Familientherapie und vielem mehr.

Pädagogischer Ansatz

Wir arbeiten nach einem systemischen, lösungsorientierten Ansatz, bei dem die Ressourcen der einzelnen Familienmitglieder große Beachtung finden. Wertschätzung, Achtung und Respekt sind für uns unabdingbar, um erfolgreich mit den Familien arbeiten zu können. Es geht nicht um „Problembeseitigung“, sondern um Förderung von Potentialen und Ressourcen der einzelnen Familienmitglieder.

Gesetzliche Grundlagen

SGB VIII §§ 27ff.

Wie geht es weiter?

Nehmen Sie bitte mit Ihrem Ansprechpartner vor Ort, siehe oben rechts, Kontakt auf.