Wohngruppe Bevenser Str.

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Wohngruppe Wittmunder Str.

In der Wohngruppe Wittmunder Straße bieten wir Hilfe und Unterstützung für 5 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Asylbewerber ab 16 Jahren, die sich auf ein selbständiges Leben vorbereiten wollen.

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Die Jugendwohngruppe Bevenser Straße bietet bis zu 15 jungen Menschen ab 13 Jahren einen Lebensraum, in dem sie sich wohl, angenommen und zu Hause fühlen können. Die Betreuung wird rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche durch qualifiziertes Fachpersonal sichergestellt.

In unserer, am 01.08.2018 neu eröffneten Einrichtung, wurde alles auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zurechtgeschnitten. Jedes der 15 Einzelzimmer verfügt über ein eigenes Duschbad mit Toilette und wurde komplett neu möbliert. Auf Wunsch können die Jugendlichen eigenes Mobiliar mitbringen und gestalten ihre Zimmer eigenen Wünschen entsprechend. Unsere Wohngruppe verfügt zudem über einen großen Gemeinschaftsraum und zwei Wohnküchen, die Raum für gemeinsame Mahlzeiten, Freizeitgestaltung, aber auch Ruhepausen bieten.
Um den jungen Menschen einen möglichst guten Start in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, bieten wir Hausintern ein Verselbständigungstraining an. Dieses ermöglicht es den Jugendlichen, das Leben in einer eigenen Wohnung in einem geschützten Rahmen zu „üben“ und führt sie schrittweise an die dafür nötigen alltagspraktischen Fähigkeiten heran.

Unser Konzept

Die jungen Menschen sind hier zu Hause, was wir ihnen auch auf allen Ebenen vermitteln wollen. Wir unterstützen sie in der Entwicklung ihrer Autonomie und leben mit ihnen gleichzeitig Gemeinschaft und Solidarität. Unser Fokus liegt dabei besonders auf:

Beziehung

„Bist du wirklich da?“ Wir arbeiten im Bezugsbetreuersystem, was durch die Tandembesetzung einen größtmöglichen Umfang an Flexibilität zur Bearbeitung der vielfältigen Thematiken bieten soll. Die doppelte Besetzung der Bezugsbetreuung ermöglicht somit, die sichere und vertrauensvolle Begleitung des gesamten Spektrums an Themen, das ein junger Mensch mitbringt.

Familie

Jeder Mensch kommt aus einer Familie, mit der er auf irgendeine Weise verbunden bleibt. Da jeder Bezug von Bedeutung sein kann, knüpfen wir an diesen an und stärken ihn. Dabei verstehen wir unsere Zusammenarbeit als Erziehungspartnerschaft, wobei unser Fokus stets auf den Bedürfnissen der Jugendlichen liegt. Vielleicht kann ein Zusammenleben mit der Familie wieder gelingen oder sie kann eine Unterstützung bei einem Leben in einer eigenen Wohnung sein. Wir suchen und fördern den Kontakt, damit die Familie wieder eine Unterstützung wird.

Partizipation

Die Beteiligung an der Hilfeplanung ist heutzutage selbstverständlich, doch wir wollen darüber hinaus eine umfassende Beteiligung an der Gestaltung des eigenen Lebensraums und des gemeinsamen Alltags ermöglichen.  „Das entscheiden wir gemeinsam“. Der hohe Anteil zur Möglichkeit der Partizipation trägt im Wesentlichen zur Persönlichkeitsentwicklung bei und bietet die Möglichkeit des ressourcenorientierten Arbeitens.

Gruppenarbeit

Das Zusammenleben in der Gruppe bietet den jungen Menschen diverse Orientierungsmöglichkeiten und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Dabei stehen die Bedürfnisse der Gruppe in ihrem aktuellen Setting immer im Fokus der Alltagsgestaltung, was den jungen Menschen ein besonderes Maß an Beteiligung ermöglicht.

Vielfalt leben

Wir leben zusammen als Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Biographie, sowie mit verschiedensten Lebensentwürfen. „Wie bist du denn drauf?“ In diesem hochsensiblen Bereich der Erziehung  fördern wir das Verständnis für die individuellen Ressourcen und Problemlagen und den gegenseitigen Respekt. Wir erleben Diversität, kulturelle Widersprüche, begegnen Vorurteilen und leben unsere Vielfältigkeit und Gemeinsamkeiten.

Erlebnisse schaffen

„Das schaffe ich auch!“ Sich selbst wahrzunehmen und eigene Hemmnisse zu überwinden, stärkt das Selbstvertrauen und schafft Ressourcen, um an den alltäglichen Herausforderungen zu wachsen-Darum wollen wir uns gemeinsam erleben und schaffen gezielt Räume für bereichernde Erfahrungen fernab des Alltags. Mal zu dritt, zu sechst oder auch mit allen zusammen fahren wir Kanu oder wandern durch abgelegene Wälder, nutzen spielerische Elemente oder übernachten unter freiem Himmel. Darüber hinaus sind auch Aktivitäten alleine mit den Bezugsbetreuer*innen möglich. Das kann dann zum Beispiel ein Tagesausflug oder ein Wochenende sein, aber auch mehrere Tage.

Unser Team

Wir schauen aus mehreren Perspektiven „Wie siehst du das denn?“ und möchten dabei jede Betrachtungsweise in unserer Arbeit berücksichtigen. Wir sind ein multiprofessionelles Team, was aus Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen und Psycholog*innen zusammengesetzt ist. Darüber hinaus nutzen wir die Sichtweisen von Kooperationspartner*innen wie zum Beispiel Lehrer*innen oder Therapeut*innen, sowie auch von anderen Fachkräften und binden sie aktiv in die Arbeit ein. Regelmäßige Fachberatung und Supervision, sowie Fort- und Weiterbildungen qualifizieren unsere Arbeit zusätzlich.

 

Gesetzliche Grundlage

SGB VIII §§ 27, 34, 35, 35a, 41

Wie geht es weiter?

Nehmen Sie bitte mit Ihrem Ansprechpartner vor Ort, siehe oben rechts, Kontakt auf.