Wohngruppe Hemelingen „Haus B“

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DRK-Jugendhilfe-Wohngruppe_haus-a-1024x667 Wohngruppe Hemelingen "Haus B" © highwaystarz - fotolia.com
Wohngruppe Hemelingen „Haus A“

In unserer koedukativen Wohngruppe leben bis zu 9 Mädchen und Jungen, die rund um die Uhr durch pädagogische Fachkräfte betreut werden.

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In unserer koedukativen Wohngruppe können bis zu 6 Mädchen und Jungen in Einzelzimmern leben. Zusätzlich steht ein Appartement (Wohn- Schlafzimmer, Küche, Dusche /WC) zur Verfügung. Die Wohngruppe wird  im Schichtdienstbetrieb durch pädagogische Fachkräfte  betreut  mit Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr.

Gemessen am persönlichen Entwicklungsstand der Jugendlichen arbeiten wir mit ihnen an Themen und Inhalten, die sie als wichtig und für ihr Leben als relevant erleben. Sie sollen in allen Belangen ernst genommen werden – mit den Hoffnungen, Ängsten, Wünschen und Problemen, die sie selber haben, sowie mit den Problemen, die sie anderen bereiten.

Wir konfrontieren unsere Jugendlichen mit ihrem Handeln und bringen sie zur Auseinandersetzung mit ihren Lebensthemen und zur Übernahme von Eigenverantwortung. Wir fördern und unterstützen sie in der Wahrnehmung ihrer Stärken und Ressourcen und helfen ihnen, diese umsichtig unter Wahrung eigener und fremder Grenzen einzusetzen.

Zielgruppe

Dieses Wohngruppenangebot richtet sich an junge Menschen ab dem 17. Lebensjahr, der Fokus ist auf Verselbständigung ausgelegt. Alltagsorientierte Standards wie z.B. selbständiges Aufstehen, regelmäßiger Schulbesuch etc. sollten grundlegend vorhanden sein, so dass sie im Rahmen dieses Wohnsettings weiter trainiert und verinnerlicht werden können.

Die Jugendlichen erhalten in allen relevanten Lebensthemen angemessene Unterstützung und Förderung, sollen sich jedoch ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln können. Grundsätzlich zeigen wir uns offen für Jugendliche und deren aktuelle Lebenssituation. In einem gemeinsamen „Kennenlerngespräch“ beraten wir, ob die aktuelle Situation der/des Jugendlichen im Kontext der bestehenden  Wohngruppe angemessen bearbeitet werden kann.

Pädagogische Zielsetzung

In der Wohngruppe wird die Persönlichkeitsentwicklung unserer Jugendlichen unter Berücksichtigung  vorhandener Fähigkeiten und Ressourcen gefördert. Insgesamt sollen sie erlernen, zu einem selbstbestimmten Leben in Eigenverantwortung zu gelangen, mit Rücksicht auf die Grenzen ihrer Mitmenschen. Vermittelt werden soziale Kompetenzen, lebenspraktische Fähigkeiten, Reflexionsvermögen, Orientierung in der Gesellschaft und die Entwicklung persönlicher Perspektiven. Sowohl die Sozialraumorientierung als auch die soziale Kontakt- und Bindungsfähigkeit sollen gefördert werden.

Methodik

Unser Ansatz ist systemisch-lösungsorientiert und richtet sich jeweils nach dem individuellen Entwicklungsstand und Leistungsniveau der betreuten Personen. Wir erarbeiten mit den Jugendlichen ihre Ressourcen und entwickeln mit ihnen Handlungsstrategien, wie sie ihre Potentiale abrufen und angemessen umsetzen können.

Für entwicklungsverzögerte junge Menschen ist es besonders wichtig, krankmachende, andauernde Überforderung zu vermeiden. Daher streben wir an, die persönliche Entwicklung behutsam jeweils entsprechend dem eigenen Tempo der Jugendlichen nach und nach zu erweitern. Je nach ihrer sozialen Kompetenz vermitteln wir ihnen den Umgang in sozialen Konstrukten wie z.B. in Wohngruppe, Schulklasse oder am Arbeitsplatz. Hierzu spiegeln wir ihr Verhalten durch regelmäßigen, intensiven Austausch, in dem ihre Handlungsweise emphatisch hinterfragt und analysiert wird.

Pädagogischer Ansatz

Unser Angebot zeichnet sich durch wertschätzende und akzeptierende Haltung aus. Wir arbeiten alltagorientiert, motivierend, ressourcenaktivierend und fördern die Jugendlichen in ihrem selbständigen, eigenverantwortlichen Verhalten.

Im Rahmen unseres Bezugsbetreuer-Systems bieten wir unseren Jugendlichen eine verlässliche, stabile Bindungsebene an, auf der sie sich weiterentwickeln können. Das Bezugssystem bleibt bei Bedarf auch beim Auszug in einen eigenen Wohnraum bestehen.

Mit unserem systemischen Ansatz wird das biographische Verstehen der uns anvertrauten Jugendlichen wichtig und führt ggf. zu einem intensiven Austausch mit der Herkunftsfamilie. Auch dabei suchen wir nach Ressourcen, um den jungen Menschen in seiner Identitätsbildung zu unterstützen.

Für die  jungen Menschen, die keiner regelmäßigen Schul- oder Berufstätigkeit nachgehen, besteht die Möglichkeit an unserem hausinternen „Arbeitsprojekt/Arbeitstraining“ teilzunehmen.

Gesetzliche Grundlage

SGB VIII §§ 27, 34, 35, 35a, 41

Wie geht es weiter?

Nehmen Sie bitte mit Ihrem Ansprechpartner vor Ort, siehe oben rechts, Kontakt auf.