DRK-Medienpreise aus Bremen vergeben
Preisverleihung am 16. September 2019

Drei bewegende Reportagen über Menschen in Not und deren Schicksale wurden am 16. September 2019 in Bremen mit dem DRK-Medienpreis ausgezeichnet, den das Deutsche Rote Kreuz mit Unterstützung der AOK und des DIAKO-Krankenhauses verliehen hat.
Dabei wurden Redakteurinnen und Redakteure aus den Mediengattungen Print, Hörfunk und Fernsehen ausgezeichnet, deren Beiträge sich mit sozialen Themen beschäftigen. In den Reportagen geht es um Menschen, die sich in unvorhergesehenen Lebenssituationen befinden. Es geht aber auch um Hilfsbereitschaft und um Würde sowie um den Umgang mit Menschen in Not.
Im Beisein von DRK-Ehrenpräsident Dr. Rudolf Seiters und dem Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft Frank Imhoff wurden die Preise übergeben.

Prominente Gäste waren u.a. Ulrike Hiller und Frank Baumann (beide Bremer Rotkreuz-Botschafter) und die ehemalige DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. Durch den Abend führte Kirsten Rademacher von Radio Bremen (buten un binnen).

Aus den 225 Einsendungen hatte eine achtköpfige Jury die Preisträger ausgewählt, die durch ungewohnte Perspektive und hohe journalistische Qualität, soziale Themen auf eindringliche Art ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.

Für ihre herausragenden Arbeiten erhielten folgende Journalistinnen und Journalisten den DRK-Medienpreis 2019:

Print

Dominik Stawski
Ihr und ich
Immer wieder klagen Polizei und Feuerwehr über Gaffer. Ihre Meldungen klingen oft harmlos – bis man die Geschichte von Frau Konolli und ihrer Tochter Aida hört. / Ein Kind stirbt …
Stern, Gesellschaft, 31.10.2018

Hörfunk

Tom Schimmeck
Kaputte Krieger
Sechsmal war die Bundeswehr-Veteranin S. im Auslandseinsatz. / Die Zahl der Ex-Krieger mit schweren Traumata steigt. / Die Bundeswehr setzt auf Psychologen testet Online-Therapien… / Posttraumatische Belastungsstörungen
MDR / MDR Kultur, 22.11.2018

Fernsehen

Christina Zühlke
Und dann waren sie weg
Solingen, 25 Jahre nach dem Brandanschlag / Es waren Menschen, wie du und ich. Mit Träumen und Hoffnungen und dann waren sie einfach weg. / Fünf Frauen und Mädchen waren ums Leben gekommen.
WDR TV, 23.05.2018

Bereits zum dreizehnten Mal werden mit dem DRK-Medienpreis journalistische Arbeiten, die sich mit sozialen Themen beschäftigen gewürdigt. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte DRK-Medienpreis wurde vom DRK Bremen und der AOK sowie dem DIAKO-Krankenhaus gestiftet.
„Der Medienpreis würdigt die Arbeit hunderttausender im Wohlfahrtsbereich haupt- und ehrenamtlich tätiger Menschen“, sagte DRK-Ehrenpräsident Dr. Rudolf Seiters: „Er würdigt aber auch die Arbeit der Journalisten und deren Bereitschaft, genau hinzusehen und sich in schwierige, zeitaufwändige Themen einzuarbeiten – gerade im schnelllebigen Informationszeitalter.“
„Mit eindringlichen journalistischen Darstellungsformen lenken diese Beiträge unseren Blick auf das soziale Engagement, das sich oft im Hintergrund hält – und sie machen menschliche Schicksale, die sich oft im Verborgenen abspielen, für die Öffentlichkeit sichtbar. Damit prägen sie auch das gesellschaftliche Bewusstsein“, erklärte Frank Imhoff, Präsident der Bremischen Bürgerschaft bei der Verleihung.

Foto: DRK Bremen / Fabian Georgi

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